Die Lavazza Espria ist die neue kompakte Kaffeekapselmaschine von AEG. In diese Maschine passen die beliebten A Modo Mio Kaffeekapseln. Lavazza Kaffee steht für Tradition und guten Kaffeegeschmack. Bei der Espria wurde besonderen Wert auf ein intelligentes und damit auch ein benutzerfreundliches Design gelegt. Die Lavazza Espria soll wieder das ganze Aroma aus den A Modo Mio Kapseln herausholen. Ob die Maschine die hohen Erwartungen erfüllen kann, möchte ich an dieser Stelle herausfinden.
Die AEG Espria gibt es für ca. 70 Euro im Handel. Erhältlich ist die Maschine, neben dem Online-Kauf, auch in vielen Elektrofachmärkten. Einige Zeit lang gab es zu der Maschine einen gratis Milchaufschäumer mit dazu. Denn diese Funktion fehlt der Lavazza Espria, im Vergleich zu dem klobigen Vorgängermodell, der Lavazza Favola Kapselmaschine Diese besaß eine Milchaufschäumdüse, mit welcher, mit Wasserdampf, Milch aufgeschäumt werden konnte. Doch ich darf vorwegnehmen, dass die Lavazza Espria dafür in anderer Hinsicht überzeugt. Preislich liegt die Lavazza Espria erfreulicherweise noch unter der 100-Euro-Marke. Damit ist die Maschine vergleichsweise preiswert. Das die Maschine hauptsächlich für die Espresso-Trinker interessant ist, sollte dem Kaffeetrinker schon beim Hören von „Lavazza“ klar sein. Lavazza ist eine der größten Kaffeeunternehmen in Italien, dem Land des Espresso. Wer qualitativ hervorragenden Kaffee zu schätzen weiß, wird um dieses Unternehmen nicht herum kommen.
Lieferumfang und erster Eindruck
Der Lieferumfang ist in dem Unboxing-Beitrag zu der Lavazza Espria zu finden. Dort ist auch mein erster Eindruck, nach dem Auspacken und vor dem Praxistest, niedergeschrieben. Außerdem gehe ich dort auch auf die Verarbeitung der einzelnen Maschinenteile ein. In diesem Testbericht werde ich nur noch auf die Verarbeitung, im täglichen Gebrauch, eingehen.
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Fakten zur Maschine

- bis zu 15 Bar Leistungsdruck
- nach 9 Minuten automatische Abschaltung
- 36 Sekunden Aufheizzeit (gestoppt)
- Fassungsvermögen Wassertank: 0,8 Liter
- Kapselbehälter für bis zu 8 verbrauchte Kaffeekapseln
- Start-Stop-Taste zur Zubereitung
Die Inbetriebnahme der Maschine erwies sich als etwas schwieriger. In der kurz gehaltenen Anleitung wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Maschine mit leerem Wassertank nicht eingeschaltet werden darf. Aus diesem Grund füllte ich den Wassertank bis zur MAX-Anzeige mit Wasser und schaltete die Maschine ein. Jetzt sollte die Hälfte des Wasser aus dem Wassertank für den Spülvorgang verwendet werden. Ich drückte, mit verschlossenem Verschlusshebel, die Zubereitungstaste. Die Pumpe der Maschine fing hörbar an zu arbeiten, aber es lief kein Wasser aus dem Kaffeeauslauf. Erst nach einer endlos wirkenden Zeit, fing der Wassertank an zu blubbern und die Maschine zog das Wasser in das System. Scheinbar befindet sich im Auslieferungszustand etwas Luft im System, welches erst einmal heraus muss. Ich war kurz davor den Spülvorgang abzubrechen und dachte, dass die Maschine defekt sei. Hier sollte nicht die Geduld verloren werden.
Die Funktionen

Der Schwerpunkt der Lavazza Espria liegt bei der Zubereitung von Espresso. Dafür sind die Lavazza A Modo Mio Kaffeekapseln, die in die Maschine passen, auch ausgelegt. Die Espria hat keinen Milchaufschäumer. Aus diesem Grund kann die Maschine hauptsächlich schwarzen Kaffee oder Espresso zubereiten.
Höhenverstellbares Abtropfgitter
Bedient wird die Espria über nur eine einzige Zubereitungstaste auf der Vorderseite. Das Abtropfgitter kann für hohe Tassen, individuell angepasst werden. Bei kleinen Tasten lässt sich das Gitter einfach umdrehen, so dass die Espresso Tasse etwas höher steht. Bei ganz großen Gläsern, kann die Abtropfschale mit dem Gitter dann komplett abgezogen werden. Das hat natürlich den Nachteil, dass das Tropfwasser aus dem Kaffeeauslauf direkt auf die Arbeitsfläche tropft.
Automatische Abschaltung
Die Lavazza-Maschine schaltet sich nach 9 Minuten, ohne Verwendung, automatisch ab. Sie kann dann nur über den Ein- und Ausschalter wieder in Betrieb genommen werden. Ein Drücken der Zubereitungstaste reicht hier nicht aus. Dadurch, dass die Zubereitungstaste beleuchtet ist, kann einfach gesehen werden, ob sich die Maschine bereits ausgeschaltet hat.
Espresso Zubereitung mit Power

Was sich natürlich schlecht kontrollieren lässt, sind die 15 Bar, mit welchen die Lavazza Espria arbeiten soll. Für einen guten Espresso, ist dieser Druck besonders geeignet.
Die Zubereitung eines Espresso
Nach dem Einschalten der Maschine, über den kleinen Schalter, rechts am Maschinengehäuse, beginnt die Aufheizzeit der Espria. Während der Aufheizphase blinkt die Zubereitungstaste auf der Vorderseite gleichmäßig. Währenddessen kann schon einmal der Wassertank mit Wasser gefüllt werden. Das Blinken hört auf, wenn die Aufheizzeit abgeschlossen ist. Dann leuchtet die Taste mit der Kaffeetasse dauerhaft. Die Aufheizzeit dauert ca. 36 Sekunden. Damit ist die Lavazza Espria zwar keine schnelle Kaffeekapselmaschine, hat die vom Hersteller angegebene Aufheizzeit von 45 Sekunden, aber locker unterboten. Jetzt kann die Zubereitung des gewünschten Getränks starten. Hierfür wird die A Modo Mio Kapsel in den Kapselschacht, auf der Oberseite, eingelegt und der Verschlusshebel geschlossen. Das Verschließen erfordert besonders im letzten Drittel etwas mehr Kraft.
Welche Kaffeekapseln passen in die Lavazza Espria?

Die Espria wurde für die Lavazza A Modo Mio Kaffeekapseln konzipiert. Aus diesem Grund passen auch hauptsächlich diese Kaffeekapseln in die Maschine. Erhältlich sind die A Modo Mio Kapseln in vielen Elektrofachmärkten. Es gibt auch mindestens einen weiteren Hersteller, der alternative Kaffeekapseln für die Maschinen herstellt. Bei diesen Kaffeekapseln handelt es sich um die Italian Coffee Kaffeekapseln.
Bedienung mit einer Taste
Das die Zubereitung über die eine Taste auf der Vorderseite funktioniert, sollte jedem klar sein. Diese Taste wird als sogenannte „Start-&-Stop Taste“ angepriesen. Die Taste hat ihren Namen bekommen, da die Lavazza Espria keinen automatischen Stop bei dem Kaffeeauslauf hat. Bei anderen Kaffeekapselmaschinen wird eine vorgegebene Wassermenge, beispielsweise 40 ml, ausgeben. Diese vorgegebene einprogrammierte Wassermenge kann die Espria nicht ausgeben. Der Kaffee läuft so lange aus dem Kaffeeauslauf, bis die Zubereitungstaste ein weiteres Mal betätigt wurde. Die Maschine sollte aus diesem Grund nur unter Aufsicht bedient werden. Der Vorteil von dieser Funktion ist allerdings, dass je nach Geschmack, die Wassermenge bei jeder Zubereitung individuell variiert werden kann. Für den bequemen Kaffeetrinker ist die fehlende Stop-Funktion allerdings eher ein gravierender Nachteil.
Wassertank leer? – Maschine läuft und läuft

Auch, wenn sich das Wasser im Wassertank dem Ende zuneigt, hört die Pumpe der Lavazza Espria nicht auf zu arbeiten. Erst, wenn die Zubereitung manuell gestoppt wird. Die Espria verfügt dementsprechend auch nicht über eine Wasserstandserkennung. Damit die Maschine bei der Zubereitung nicht versehentlich trocken läuft, sollte der Wasserstand vor der Zubereitung kontrolliert werden. Durch den frontal ablesbaren Wasserstand ist das kein Problem. Ich habe das natürlich auch dem Praxistest unterzogen. Was passiert, wenn der Wassertank bei der Zubereitung plötzlich leer ist? Die Pumpe der Maschine arbeitet erbarmungslos weiter und wird deutlich lauter. Ich habe die Maschine nach ca. 10 Sekunden, ohne dass diese Wasser ziehen konnte, abgeschaltet. Ich konnte mir das schreckliche Pumpengeräusch einfach nicht mehr mit anhören und wollte nicht, dass die Espria-Maschine Schaden nimmt.
Lautstärke und Espresso Zubereitung
Die Lautstärke der Espria ist bei der normalen Zubereitung absolut im Rahmen. Der Durchlauf durch die Kapsel in die Kaffee- oder Espressotasse ist vergleichsweise langsam. Teilweise tröpfelt der Kaffee nur langsam in die Espressotasse. Der Vorteil hiervon ist, dass der Espresso schonend zubereitet wird und es viel Aroma mit in die Espressotasse schafft. . Da ein manuelles Stoppen des Auslaufs notwendig ist, kann hier allerdings etwas Ungeduld aufkommen. Vor allem, wenn einem schon ein wunderbar intensiver Kaffeegeruch entgegenströmt. Natürlich kann auch einfach ein Café Crema zubereitet werden. Die Wassermenge lässt sich ja wunderbar variieren.
Die Crema ist nach der Zubereitung auf jeden Fall hervorragend. Sowohl beim Espresso, als auch bei dem Café Crema. Allerdings wird der Geschmack bei zu viel Wasser auch schnell zu dünn. Die optimale Wassermenge sind meiner Meinung nach ca. 40 ml. Die Temperatur des Kaffees ist gut. Etwas heißer könnte der Kaffee, bei 36 Sekunden Aufheizzeit aber schon sein.
Reinigung
Das Gehäuse der Maschine kann einfach mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Es wird empfohlen, den Wasserbehälter einmal am Tag zu reinigen und zu entleeren. In der Abtropfschale, unter dem Auffangbehälter für die leeren Kaffeekapseln, befindet sich nach 8 zubereiteten Kaffee oder Espressi reichlich Tropfwasser. Da der Behälter allerdings hohe Ränder hat, läuft hier auch beim Herausziehen aus der Maschine nichts über. Der Kapselbehälter ist durch die Kapseln mit Kaffeemehl und Kaffee verschmutzt. Leider müssen die abnehmbaren Maschinenteile von Hand abgespült werden. Ich konnte in der Bedienungsanleitung keine Informationen für eine Reinigung in der Geschirrspülmaschine finden. Durch das durchdachte Design, ist die Reinigung aber schnell erledigt. Es tropft normalerweise kein Kaffee neben die Maschine.
Entkalkung
Eine Entkalkung wird, je nach Wasserhärte, alle 2-3 Monate empfohlen. Über einen Entkalkungsalarm verfügt die Lavazza Espria Maschine nicht.
Fazit

Die Lavazza Espria hat einige Schwächen. Anzuführen wären hier beispielsweise das manuelle Stoppen der Zubereitung, der fehlende Entkalkungs- und Wasseralarm und die lange Aufheizzeit. Dieses sind allerdings alles Funktionen, welche „nice-to-have“ , aber für einen guten Espresso nicht zwingend erforderlich sind. Letztendlich kommt es auf das Kaffeeergebnis am Ende an. In diesem Punkt kann die Lavazza Espria, auch aufgrund der hervorragenden A Modo Mio Kapseln, überzeugen. Die Espria Maschine hat insgesamt ein durchdachtes und dezentes Design. Sehr positiv finde ich, dass der Wasserstand von vorne einfach abgelesen werden kann. Ebenso wird ein überfüllter Kapselbehälter , aufgrund des transparenten Designs, gut erkannt. Das zeigt, dass die Entwickler sich hier Gedanken gemacht haben. Die Maschine ist von der Verarbeitung ohne Makel, wirkt aber aufgrund des glänzenden Kunststoffgehäuses etwas billig. Alles in allem schneidet die Espria in diesem Test trotzdem gut ab, da die Maschine, mit ihrer einen Taste, einfach zu Bedienen ist. Auch die Reinigung der Espria nimmt wenig Zeit in Anspruch. Wenn die Schwächen der Maschine erkannt und beachtet werden, kann der Espresso-Trinker mit der AEG Lavazza Espria Maschine glücklich werden.